Microgreens

Klein, aber oho!

Microgreens sind junge, essbare Keimpflanzen, die zur Zeit vor allem in der gehobenen Gastronomie sowohl zur optischen als auch zur geschmacklichen Bereicherung von Gerichten eingesetzt werden. Köche benutzen microgreens, um die Attraktivität und den Geschmack ihrer Menüs zu erhöhen. Kleiner als Jungpflanzen, aber später geernet als Sprossen, weisen die verschiedenen microgreens eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen auf, wie beispielsweise scharf oder süß. Desweiteren werden sie aufgrund ihrer vielfältigen Farbtöne und Texturen geschätzt. Microgreens lassen sich hervorragend für das Garnieren von Salaten, Suppen, Sandwiches, Smoothies und anderen Gerichten verwenden.

Das "junge Grün" kann aus den Samen verschiedenster Arten von Gemüse, Kräutern und anderen Pflanzen gezogen werden. Die Ernte-Größe beläuft sich auf ca. 2,5 bis 7,5 cm mit Stängel und Blättern. Ein microgreen hat einen einzigen Stängel, der bei der Ernte knapp über der Erde abgeschnitten wird. Dabei kann es neben den voll entwickelten Keimblättern in der Regel auch schon die ersten richtigen Blätter aufweisen. Die meisten Sorten können ca. 8-12 Tage nach der Aussaat geerntet werden.

In Amerika werden microgreens schon als die neuen Superfoods angepriesen, da sie ein vielfaches mehr an Vitaminen und guten Inhaltsstoffen aufweisen, als ihre ausgewachsenen großen Gemüse-Brüder und Schwestern. Ein Rotkohl-microgreen zum Beispiel hat 260 mal soviel Beta-Carotin, 6 mal soviel Vitamin C und 40 mal soviel Vitamin E pro Gramm als der ausgewachsene Rotkohl. (Quelle: Journal of Agricultural And Food Chemistry)

Der Vorteil der microgreens gegenüber Sprossen liegt - ausser der Fähigkeit die wertvollen Nährstoffe des Bodens aufzunehmen - darin, dass sie durch das Sonnenlicht Chlorophyll bilden. Dabei werden die Inhaltsstoffe des Samens aufgewertet und hochwertiges Eiweiß gebildet.  Mit der Grünung wird die Kraft, Energie und die sonnenlichtwertigen Potentiale erhöht. Das kann bei Pflanzen mit nachgesagter Heilwirkung die Heilkraft erhöhen. Bei Pflanzen wie Rettich, Senf etc. werden während des Wachstums die ätherischen Öle und Bitterstoffe gebildet und erhöhen damit ihre pharmakologische Wirkung.